Stille ist ein Weg

Stille ist ein Weg

Das Fest IM Frieden feiern.
Das Fest des Friedens und Wohlergehens ist wohl Weihnachten.
Nie außerhalb erkennbar mit dem gespielten Theater und der Musik des Lebens.
Aber wenn es ruhig wird und du still sein kannst, dehnt es sich aus in dir.
Das Fest der Stille.
Stille.
Hör die Stille und du meisterst alles.
Aus dieser Glückseligkeit schöpfst du alles, was du brauchst.
* Die Erkenntnis
* Den Glauben
* Das Vertrauen
– damit verbunden das Vermögen, die dazugehörigen Handlungen auszuführen.
Da wird dieses Sein wissender Glaube – da IST es einfach so. Da stimmt es einfach so.
Fallen wir danach wieder heraus aus diesem Glauben, wird die Zerreißprobe eine echte Herausforderung!
Was holen wir uns aus dieser Stille?
Was empfinden wir in diesem Eins-Sein?
Stimmt es dann im Außen nicht?
Zu tief geschöpft?
Zu viel geholt?
Der Spagat zu groß zwischen dem gerade noch stimmigen „Himmel in uns“ und der Welt da draußen?
Dieses Sehnen und Hoffen darf nicht aufhören – denn es stimmt.
Wenn du wieder strauchelst, weil du diese reine Empfindung aufgibst, dann ist es dir nicht ernst.
Dann glaubst du DIR nicht!
Ist das nicht pervers?
Ja – pervers heißt: Nicht logisch folgerichtig zueinanderpassend, verkehrt, widersinnig, schöpfungswidrig.
Ich weiß gar nicht, welche Beschreibung hier die treffendste ist!
Du glaubst dir nicht – dieser Wahrheit in dir.
Eine Empfindung kann man nicht „machen“ – sie IST einfach.
Ein Gefühl kannst du beeinflussen – denk mal eben daran, wie du in eine Zitrone beißt – das erzeugt ein Gefühl. Außer deine Vorstellungskraft ist nicht groß genug …
Diese Empfindung nun in der Stille wahrzunehmen, ihr Raum zu geben und sie zuzulassen, wird im Außen nur dann etwas bewegen, wenn DU dich dazu bewegst – in dem Glauben an die Empfindung.
Und DAS ist der große Unterschied zu den „Mentalglaubenden“,
die meinen, sie können alles aus dem Denken erschaffen.
Dann DENK mal oft genug an einen Lottosechser.
Du kannst es tausendmal vorhersagen, fest dran glauben, dir Affirmationen zurechtlegen …
Du musst schon auch einen Lottoschein ausfüllen und spielen. Einsatz leisten – und Geld hinlegen.
Nur: Warum funktioniert es dann nicht?
Warum springt trotz deines Einsatzes und Glaubens der Funke nicht über?
Schon mal nachgedacht?
Weil du vielleicht mit dem Denken allein doch nicht alles beeinflussen kannst?
Folgerichtiges Denken erzeugt noch lange nicht das, was du dir erdenkst.
Das wäre ja wieder pervers!
Denn ganz tief in dir – in diesem Urgrund der Seele, liegt vielleicht (vielleicht sogar sicher!) etwas, das an die Oberfläche gebracht werden will.
Schöpfen wir mal den Schaum ab.
Den Abschaum.
Um dahin zu gelangen.
Wie sehr mühen wir uns damit!
Mit Praktiken und Techniken und Ritualen und tausend verschiedenen Mittelchen.
Und es funktioniert nicht (kleines Zuckerl: manchmal vielleicht).
Wir wären mit einem Lidschlag da.
Nein – noch schneller.
Ich muss auch nicht die Oberfläche des Wassers abschöpfen, um „gründeln“ zu können.
Die Frage ist vielmehr:
Wie komme ich da hin?
Halte ich das auch aus?
Hab ich alles mit, um so tief zu tauchen und bin ich dafür ausgebildet?
Dämmert es langsam?
Ich muss nicht das Umfeld wegmachen, um zu mir zu kommen.
Ich muss mich auf den Weg machen, um dahin zu gelangen.
Warum beschäftigen wir uns immer mit dem, was NICHT stimmt, noch nicht gut genug ist?
Schauen wir auf das, was bereits gut ist, schon gewachsen ist!
Dann wird das weiterwachsen. Diesen Samen will ich wachsen lassen und hegen und pflegen.
Aus dieser Reinkultur der Seele will ich schöpfen und meine „Rohkultur“ damit vernetzen.
Was kompatibel geschaltet ist, wird gedeihen.
Was sich nicht vernetzen kann oder will, wird nicht zusammenspielen. Logisch.
Mag sein, dass wir „alle eins sind“. Aber längst ist nicht einer alles!
Deshalb sind wir Individuen und deshalb KANN ich nicht mit jedem!
Das wäre Selbstaufgabe!
Dazu stehe ich!
Wer meinen Frieden stört, der “stimmt” nicht mit mir. Warum dann damit vernetzen?
Den entferne ich aus meinem System, wenn ich ihn hereingelassen habe.
„Eine faule Kartoffel gehört aus dem Sack, denn sie steckt auch die anderen an“, hörte ich meine Ausbilderin sagen. Ich tobte noch innerlich und war entrüstet über den Vergleich.
„Du musst schon damit umgehen lernen, wem du einen Schlüssel für deine Seele gibst“.
Ja – wieder mal meistern.
Wenn wir an unserer „Schwelle“ stehen, dann ist ziemlich schnell klar, wen wir reinlassen.
Dann brauchen wir nicht mehr „entfernen“.
Meinen Rosengarten zertrampelt mir keiner mehr – wenn doch, hab ich zu wenig aufgepasst.
Das passiert uns einfach. Da „passiert“ einer unsere Schwelle, ungefragt oder weil wir nicht „herstehen“ und „STOPP“ sagen.
Situationen zu negieren, Dinge zu beschönigen oder gar unter den Teppich zu kehren, bringt Scheinfrieden.
Gerade zu Weihnachten ist es unsere tiefste Sehnsucht, wahren Frieden zu haben, ruhen zu können, rasten zu dürfen – still zu sein.
Der Stille zu lauschen.
Wenn das nicht gelingt, gilt es, sich auf den Weg zu machen.
Um das Laute „wegzumachen“.
Machen wir uns auf den Weg.
Dann ist Weihnachten das wahre Fest der Liebe und des Friedens – auch unterm Jahr.

(Auf dem Bild “eingefangen” von meiner Tochter – Weihnachten wahrgenommen unterm Jahr – in der Natur)